Cover: Heim, Susanne, Die Abschottung der Welt

Heim, Susanne

Die Abschottung der Welt

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Heim, Susanne

Die Abschottung der Welt

Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945

"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. 

In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein großer Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.

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Inhalt
Inhalt

Einleitung

1. "Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein"
Gehen oder bleiben?
Organisierte Auswanderungsvorbereitung
Vertreiben oder zurückhalten?

2. Die Internationalisierung der "Flüchtlingsfrage"
Von der Willkommenskultur zur Fremdenfeindlichkeit  - Die Verschärfung des Ausländerrechts in den Zufluchtsstaaten
Hilfsorganisationen im Zwiespalt
Der Völkerbund und die Flüchtlinge - Die Gründung des Hochkommissariats
Große Aufgaben und bescheidene Forderungen

3. Vermögenstransfer und Devisenschmuggel
Der Fiskus bereichert sich
Vermögenstransfer nach dem Ha’avara-Abkommen
Max Warburgs Initiativen und die deutschen Devisenprobleme
Ein Plan für die Auswanderung der Mittellosen
Ungeregelte Bereicherung

4. Geld und Arbeit
Rückschläge des Völkerbunds und die Triumphe des NS-Staats
Kontroversen um McDonalds Rücktritt und die Restrukturierung der Flüchtlingspolitik
Hilfsorganisationen zwischen Rechtsschutz und Paternalismus
Schattenökonomie und Zweckehen
Der Kleinmut obsiegt

5. Krisenjahr 1938
Der Anschluss Österreichs
Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian
Visumspflicht und Grenzkontrollen, Abschiebungen und Auslieferungen
Das deutsche Beispiel macht Schule
Zwangsumsiedlung in die Provinz
Die Annexion des Sudetenlandes
November 1938
Niemandsland und Lager

6. Siedlungsprojekte
Jüdische Siedlungen in der Sowjetunion
Kredite für jüdische Siedler – Die Refugee Economic Corporation
Australien oder Afrika – Hauptsache nicht Europa
Landtausch unter Kolonialmächten
Große Pläne
Dürftige Resultate

7. Zwischen Pogrom und Kriegsbeginn
Die Kindertransporte
Das Schacht-Rublee-Abkommen
Die Zerschlagung der Tschechoslowakei<
Wer zahlt?
Flüchtlingsschiffe ohne Landegenehmigung – Die St. Louis-Affäre
Die Organisation der illegalen Palästina-Einwanderung
Der elendste Platz der Welt – Zuflucht Shanghai
Zwischenbilanz

8. Auswanderung nach Beginn des Krieges 
Flucht in die Sowjetunion
Litauen – Ein Ausweg auf Zeit
Schiffskatastrophen – Über die Donau und das Schwarze Meer nach Palästina
Der Krieg im Westen
Varian Fry und das Centre Américain de Secours
Letzte Zuflucht Lissabon
Am Rande der Legalität

9. Flucht vor der Vernichtung
Struma – Eine absehbare Katastrophe
Die Bermuda-Konferenz
Die Achse schwächelt
Das War Refugee Board
Flucht aus der Sowjetunion nach dem deutschen Angriff
Mit der Anders-Armee in den Iran
Flucht vor der Deportation im Westen – Spanien, Portugal, Schweiz
Fluchthilfenetzwerke

Rettung ist nachrangig – bis zuletzt

Anhang
Dank
Anmerkungen
Abkürzungen
Literatur
Bild- und Kartennachweis
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

„Bravo für das materialreiche Buch!“
FALTER, Alfred Pfoser



„Eine umfassende historische Untersuchung: sorgfältig dokumentiert, analytisch und zurückhaltend im Ton ... Susanne Heims hervorragendes Buch ist unverzichtbar, um zu verstehen, warum die Flucht der europäischen Juden so oft scheiterte. Zugleich erinnert es daran, dass die Geschichte der Verfolgung immer auch eine Geschichte der verweigerten Aufnahme ist.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tania Martini



„Es ist ein grundlegendes Werk: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.“
taz



Mediathek
Veranstaltungen

Veranstaltungen

Hameln

5. Mai 2026

19:00 Uhr

Susanne Heim

Die Abschottung der Welt

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Susanne Heim

Veranstaltungsort: Buchhandlung von Blum

Hameln , Emmernstraße 20

Web: Zur Veranstaltungsseite

Wien

11. Mai 2026

18:30 Uhr

Susanne Heim

Die Abschottung der Welt

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Susanne Heim

Eine Kooperation der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, des Vienna Wiesenthal Institute und des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes. 

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Wien

Wien , Dorotheergasse 11

Web: Zur Veranstaltungsseite

München

15. Juli 2026

19:00 Uhr

Susanne Heim

Die Abschottung der Welt

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Susanne Heim

Veranstaltungsort: Evangelische Stadtakademie

München , Herzog-Wilhelm-Str. 24

Eintritt: 9€

Empfehlungen

}

Bibliografie

978-3-406-84301-3

Erschienen am 20. Februar 2026

384 S., mit 19 Abbildungen und 2 Karten

Hardcover (Leinen)

Hardcover (Leinen) 34,000 € Kaufen
e-Book 28,990 € Kaufen

Heim, Susanne

Die Abschottung der Welt

Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen

"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. 

In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein großer Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
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Inhalt

Einleitung

1. "Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein"
Gehen oder bleiben?
Organisierte Auswanderungsvorbereitung
Vertreiben oder zurückhalten?

2. Die Internationalisierung der "Flüchtlingsfrage"
Von der Willkommenskultur zur Fremdenfeindlichkeit  - Die Verschärfung des Ausländerrechts in den Zufluchtsstaaten
Hilfsorganisationen im Zwiespalt
Der Völkerbund und die Flüchtlinge - Die Gründung des Hochkommissariats
Große Aufgaben und bescheidene Forderungen

3. Vermögenstransfer und Devisenschmuggel
Der Fiskus bereichert sich
Vermögenstransfer nach dem Ha’avara-Abkommen
Max Warburgs Initiativen und die deutschen Devisenprobleme
Ein Plan für die Auswanderung der Mittellosen
Ungeregelte Bereicherung

4. Geld und Arbeit
Rückschläge des Völkerbunds und die Triumphe des NS-Staats
Kontroversen um McDonalds Rücktritt und die Restrukturierung der Flüchtlingspolitik
Hilfsorganisationen zwischen Rechtsschutz und Paternalismus
Schattenökonomie und Zweckehen
Der Kleinmut obsiegt

5. Krisenjahr 1938
Der Anschluss Österreichs
Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian
Visumspflicht und Grenzkontrollen, Abschiebungen und Auslieferungen
Das deutsche Beispiel macht Schule
Zwangsumsiedlung in die Provinz
Die Annexion des Sudetenlandes
November 1938
Niemandsland und Lager

6. Siedlungsprojekte
Jüdische Siedlungen in der Sowjetunion
Kredite für jüdische Siedler – Die Refugee Economic Corporation
Australien oder Afrika – Hauptsache nicht Europa
Landtausch unter Kolonialmächten
Große Pläne
Dürftige Resultate

7. Zwischen Pogrom und Kriegsbeginn
Die Kindertransporte
Das Schacht-Rublee-Abkommen
Die Zerschlagung der Tschechoslowakei<
Wer zahlt?
Flüchtlingsschiffe ohne Landegenehmigung – Die St. Louis-Affäre
Die Organisation der illegalen Palästina-Einwanderung
Der elendste Platz der Welt – Zuflucht Shanghai
Zwischenbilanz

8. Auswanderung nach Beginn des Krieges 
Flucht in die Sowjetunion
Litauen – Ein Ausweg auf Zeit
Schiffskatastrophen – Über die Donau und das Schwarze Meer nach Palästina
Der Krieg im Westen
Varian Fry und das Centre Américain de Secours
Letzte Zuflucht Lissabon
Am Rande der Legalität

9. Flucht vor der Vernichtung
Struma – Eine absehbare Katastrophe
Die Bermuda-Konferenz
Die Achse schwächelt
Das War Refugee Board
Flucht aus der Sowjetunion nach dem deutschen Angriff
Mit der Anders-Armee in den Iran
Flucht vor der Deportation im Westen – Spanien, Portugal, Schweiz
Fluchthilfenetzwerke

Rettung ist nachrangig – bis zuletzt

Anhang
Dank
Anmerkungen
Abkürzungen
Literatur
Bild- und Kartennachweis
Personenregister

Pressestimmen

„Bravo für das materialreiche Buch!“
FALTER, Alfred Pfoser


„Eine umfassende historische Untersuchung: sorgfältig dokumentiert, analytisch und zurückhaltend im Ton ... Susanne Heims hervorragendes Buch ist unverzichtbar, um zu verstehen, warum die Flucht der europäischen Juden so oft scheiterte. Zugleich erinnert es daran, dass die Geschichte der Verfolgung immer auch eine Geschichte der verweigerten Aufnahme ist.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tania Martini


„Es ist ein grundlegendes Werk: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.“
taz

Veranstaltungen

Hameln

5. Mai 2026

19:00 Uhr

Susanne Heim

Die Abschottung der Welt

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Susanne Heim

Veranstaltungsort: Buchhandlung von Blum

Hameln , Emmernstraße 20

Web: Zur Veranstaltungsseite


Wien

11. Mai 2026

18:30 Uhr

Susanne Heim

Die Abschottung der Welt

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Susanne Heim

Eine Kooperation der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, des Vienna Wiesenthal Institute und des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes. 

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Wien

Wien , Dorotheergasse 11

Web: Zur Veranstaltungsseite


München

15. Juli 2026

19:00 Uhr

Susanne Heim

Die Abschottung der Welt

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Susanne Heim

Veranstaltungsort: Evangelische Stadtakademie

München , Herzog-Wilhelm-Str. 24

Eintritt: 9€