Cover: Kindler, Robert, Geschichte Kasachstans

Kindler, Robert

Geschichte Kasachstans

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Kindler, Robert

Geschichte Kasachstans

Vom Land der Nomaden zum Staat in der Steppe.

In Kasachstan ist alles riesig. Im größten Land Zentralasiens sind die Wege weit, die Rohstoffvorkommen gigantisch und die Ambitionen enorm. Die glänzenden Fassaden der Hauptstadt Astana stehen für dieses neue, moderne Kasachstan. Zugleich ist Kasachstan ein Land gravierender sozialer Gegensätze und politischer Konflikte, das auf eine ebenso spannende wie wechselhafte Geschichte zurückblickt – eine  Geschichte der Selbstbehauptung und des tiefgreifenden Wandels einer einst nomadischen Gesellschaft.

Der Historiker Robert Kindler erzählt von Formen der Widerständigkeit, aber auch von Erfahrungen der Unterwerfung und Anpassung – insbesondere mit Blick auf die kolonialen Herrschaftsansprüche des großen russischen Nachbarn. Kindler konzentriert sich auf die Geschichte der vergangenen 300 Jahre: von der russländischen Expansion in die Steppe im 18. Jahrhundert über die Etablierung einer kolonialen Ordnung und die sowjetische Modernisierungsdiktatur bis zur jüngsten Geschichte des unabhängigen Kasachstans. Sein besonderes Interesse gilt der Frage, wie Kasachinnen und Kasachen sich imperialen Ordnungsentwürfen widersetzten, mit ihnen arrangierten – und sie dabei nachhaltig formten.

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Inhalt
Born Qazaq. Eine Einleitung

1. Die Steppe beherrschen
Gesellschaften in Bewegung
Nomadenreiche: Von der Goldenen Horde zum Khanat der Kasachen
Dynamiken der Selbstbehauptung: Bündnisse, Kriege, Karawanen

2. Imperiale Situationen
Expansion und Unterwerfung
Kolonisierung von Lebenswelten
Kämpfe: Der Aufstand von 1916 und die Autonomie der Alasch Orda

3. Sowjetmacht
Kontroversen: Nationale Territorien und die Zukunft des Nomadismus
Zeit der Zerstörung: Zwangskollektivierung und Hungersnot 1931 - 33
(Über)Leben in der Diktatur: Repressionen, Deportationen, Krieg

4. Spätsozialismus
"Neuland": Modernisierungsutopien und Zonen der Verwüstung
Fragile Stabilität und die Grenzen der Völkerfreundschaft
Es begann in Alma-Ata: Scheltoqsan 1986 und das Ende der Sowjetunion

5. Souveränität
Krisen und Konsolidierung: Die Entstehung einer autoritären Ordnung
Kasachisch oder kasachstanisch? Identitäten und Debatten
Bruchlinien und neue Herausforderungen

Schreibweisen
Dank
Bildnachweis
Literatur
Anmerkungen
Personenregister

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Bibliografie

978-3-406-85265-7

Erscheint am 24. September 2026

320 S., mit 10 Abbildungen und 3 Karten

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Kindler, Robert

Geschichte Kasachstans

Vom Land der Nomaden zum Staat in der Steppe

In Kasachstan ist alles riesig. Im größten Land Zentralasiens sind die Wege weit, die Rohstoffvorkommen gigantisch und die Ambitionen enorm. Die glänzenden Fassaden der Hauptstadt Astana stehen für dieses neue, moderne Kasachstan. Zugleich ist Kasachstan ein Land gravierender sozialer Gegensätze und politischer Konflikte, das auf eine ebenso spannende wie wechselhafte Geschichte zurückblickt – eine  Geschichte der Selbstbehauptung und des tiefgreifenden Wandels einer einst nomadischen Gesellschaft.

Der Historiker Robert Kindler erzählt von Formen der Widerständigkeit, aber auch von Erfahrungen der Unterwerfung und Anpassung – insbesondere mit Blick auf die kolonialen Herrschaftsansprüche des großen russischen Nachbarn. Kindler konzentriert sich auf die Geschichte der vergangenen 300 Jahre: von der russländischen Expansion in die Steppe im 18. Jahrhundert über die Etablierung einer kolonialen Ordnung und die sowjetische Modernisierungsdiktatur bis zur jüngsten Geschichte des unabhängigen Kasachstans. Sein besonderes Interesse gilt der Frage, wie Kasachinnen und Kasachen sich imperialen Ordnungsentwürfen widersetzten, mit ihnen arrangierten – und sie dabei nachhaltig formten.
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Inhalt

Born Qazaq. Eine Einleitung

1. Die Steppe beherrschen
Gesellschaften in Bewegung
Nomadenreiche: Von der Goldenen Horde zum Khanat der Kasachen
Dynamiken der Selbstbehauptung: Bündnisse, Kriege, Karawanen

2. Imperiale Situationen
Expansion und Unterwerfung
Kolonisierung von Lebenswelten
Kämpfe: Der Aufstand von 1916 und die Autonomie der Alasch Orda

3. Sowjetmacht
Kontroversen: Nationale Territorien und die Zukunft des Nomadismus
Zeit der Zerstörung: Zwangskollektivierung und Hungersnot 1931 - 33
(Über)Leben in der Diktatur: Repressionen, Deportationen, Krieg

4. Spätsozialismus
"Neuland": Modernisierungsutopien und Zonen der Verwüstung
Fragile Stabilität und die Grenzen der Völkerfreundschaft
Es begann in Alma-Ata: Scheltoqsan 1986 und das Ende der Sowjetunion

5. Souveränität
Krisen und Konsolidierung: Die Entstehung einer autoritären Ordnung
Kasachisch oder kasachstanisch? Identitäten und Debatten
Bruchlinien und neue Herausforderungen

Schreibweisen
Dank
Bildnachweis
Literatur
Anmerkungen
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